Cocoon für Firefox

Cocoon bietet einen anonymen und sicheren Webzugang über einen Webproxy.

Das Firefox-Add-on Cocoon bietet eine sichere und verschlüsselte Internetverbindung. Ursprünglich sollte die Browser-Erweiterung nach Beendigung der Beta-Phase zu einem kostenpflichtigen Dienst werden, doch inzwischen haben sich die Entwickler – wohl auch angesichts der zahlreichen kostenlosen Konkurrenz – entschieden, Cocoon kostenlos zu lassen.

Die Installation ist nicht ganz unkompliziert, in den Firefox Add-on-Repositories sucht man Cocoon daher auch vergeblich. Zunächst muss man sich auf der Cocoon-Website mit seiner Email-Adresse anmelden. Dann wird an diese Email-Adresse ein Link für die Anmeldeseite geschickt, auf der man die Registrierung mit der Eingabe eines Passwortes abschließt. Jetzt erst kann man die Cocoon-Erweiterung runterladen und wie gewohnt als Add-on installieren.

Danach hat sich Cocoon als Toolbar in den Firefox integriert, über die man sich bei den Cocoon-Servern anmelden und einloggen kann. Die gesamte Internet-Verbindung wird ab da verschlüsselt über die Linux-Proxys von Cocoon geleitet, was abgesehen von der Anonymität den netten Nebeneffekt hat, dass in Deutschland geltende IP-Sperren zum Beispiel bei YouTube damit umgangen werden können.

Außerdem startet Cocoon den Firefox standardmäßig im Private Browsing-Modus. Damit man dennoch die History nutzen kann, wird diese auf den Cocoon-Servern abgelegt und steht wieder bereit, sobald man sich mit seinem Passwort wieder eingeloggt hat (diese Funktion kann per Opt-Out wieder deaktiviert werden, falls man Cocoon lieber nicht die eigene History anvertrauen möchte).

Weiter gibt es eine Wegwerf-Email-Adresse von Cocoon, die auf Webseiten verwendet werden kann, die eine Email-Anmeldung benötigen (der eigene Cocoon-Service gehört leider nicht dazu). Schließlich unterbindet Cocoon auch noch alle Downloads ausführbarer Dateien, sowohl unerwünschte wie Viren als auch ganz normale Dateidownloads. Letztere kann man dann aber wieder aktivieren, indem man in einem Warnfenster diesem Download ausdrücklich zugestimmt hat.

Fazit: Cocoon könnte eine weitere gute Möglichkeit für anonymes Surfen sein, aber der Datenhunger von Cocoon selbst scheint mir in deutlichem Widerspruch zur gesuchten Klientel zu stehen. Schlimmer noch: Die Cocoon-Server zeigten sich im Test stark überlastet, Verbindungen waren entweder extrem langsam oder brachen oft gleich ganz ab. Hier müssen die Entwickler noch viel nachbessern. Bis jetzt sind andere Tools wie Hidemyass oder das Tor Vidalia Bundle sicherlich die bessere Alternative.

von

Weitere Themen: Virtual World Computing

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